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2006-02: Entwicklung eines PPS-Systems für die akademische Lehre

2006-02: Entwicklung eines PPS-Systems für die akademische Lehre

Semiramis Research and Service Unit (SeReS Unit)

Entwicklung eines PPS-Systems für die akademische Lehre
Autor: Hannes Ladstätter, Universität Innsbruck

Abstract
1 AUFGABENSTELLUNG
Ziel dieser Arbeit war es, eine Software für die Produktionsplanung und -steuerung zu entwickeln, die in der Lehre eingesetzt werden kann und die die Lücke zwischen der theo-retischen Darstellung in Lehrbüchern und kommerziellen PPS-Systemen, die in der be-trieblichen Praxis zur Anwendung kommen, schließt. 

2 ERGEBNIS: EASYPLAN
Ausgehend von dieser Aufgabenstellung wurde die Software easyPlan entwickelt, mit der dem Anwender die Möglichkeit gegeben werden soll, die theoretische Darstellung der Lehrbücher selbst in ein konkretes Beispiel umzusetzen, um so die Zusammenhänge der Produktionsplanungs- und -steuerungsprozesse in ihrer Dynamik nachvollziehen zu kön-nen, ohne aber von der Komplexität eines kommerziellen Programms überwältigt zu wer-den und so den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Um dies zu erreichen, beschränkt sich easyPlan rein auf die Produktionsplaung und -steuerung, klammert also Bereiche wie Kostenrechung, Personalwirtschaft, Buchführung etc. aus, und versucht das Produkti-onsplanungs- und -steuerungsproblem eines Lagerfertigers auf möglichst einfache, aber doch umfassende Weise abzubilden.  

3 FEATURES VON EASYPLAN
easyPlan stellt Module zur Durchführung folgender Aufgaben zur Verfügung:  

    • Verwaltung von Grunddaten
      - Aufbau von Erzeugnisstrukturen mit Hilfe von Teilen und Stücklisten. 
      - Abbildung der Fertigung der Erzeugnisse mit Hilfe von Arbeitsplänen und Be-triebsmitteln.
      - Festlegen des Kapazitätsangebots der Betriebsmittel mittels Betriebskalender und Schichtmodellen. 
      - Abbildung des Beschaffungsmarktes durch Anlegen von Lieferanten. 
      - Abbildung des Absatzmarktes durch Anlegen von Kunden.
    • Planung 
      - Programmplanung: Planung des Produktionsprogramms mit Planprimärbedar-fen, die gegen die vorliegenden Kundenbedarfe verrechnet werden. Verwaltung der Kundenbedarfe. 
      - Mengenplanung: Stücklistenauflösung mit Hilfe Dispositionsstufenverfahrens und Bildung von Losen mit den Losgrößenverfahren lot-for-lot, fixe Losgröße, Periodenbedarf oder part-period bei bedarfsgesteuerten Teilen. Bestellpunkt-disposition bei verbrauchsgesteuerten Teilen. 
      - Terminierung und Kapazitätsbedarfsermittlung. 
      - Kapazitätsplanung: Erstellung von Kapazitätsbelastungsprofilen. Durchführen eines Kapazitätsabgleichs durch Erhöhung des Kapazitätsangebots und/oder zeitliches Verschieben von Arbeitsgängen bzw. Aufträgen.

    • Steuerung 
      - Freigabe von Fertigungsaufträgen mit Verfügbarkeitsprüfung. 
      - Maschinenbelegung mit Hilfe von Prioritätsregeln. 
      - Rückmelden des Beginnes und der Fertigstellung von Arbeitsgängen und Fer-tigungsaufträgen, sowie des Einganges von Bestellungen und der Auslieferung von Kundenbedarfen und automatisches Durchführen der damit verbundenen Lagerbuchungen.
    • Simulation 
        

4 ÜBERBLICK ÜBER DIE ARBEIT
Abschnitt 2 beschäftigt sich kurz mit den Aufgaben und Zielen der Produktionsplanung und -steuerung und gibt einen Überblick über das sukzessive Planungskonzept, das den meisten PPS-Systemen zugrunde liegt. Anschließend wird Abschnitt 3 das Konzept erläu-tert, das easyPlan zugrunde liegt und die Umsetzung des sukzessiven Planungskonzepts in die Module von easyPlan dargestellt. Der Abschnitt schließt mit der Darstellung des Ab-laufes des Produktionsplanungs- und -steuerungsprozesses in easyPlan. In Abschnitt 4 wird zunächst auf die softwaretechnische Realisierung von easyPlan eingegangen. Daran anschließend werden Programmstart und der grundlegenden Aufbau der Programmoberflä-che erklärt und einige allgemeine Funktionen, wie die Datenbankfunktionen und das Dru-cken, näher erläutert. In den Abschnitten 5 – 11 werden die Aufgaben der einzelnen Module genauer beschrieben und deren Darstellung auf der Programmoberfläche erklärt. 

Vollständige Arbeit: hannes_ladstatter_diplomarbeit.pdf

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