Semiramis Research and Service Unit (SeReS Unit) Integrationskomplexität bei ERP-Systemen Autor: Hanspeter Steinbacher, Fachhochschule Kufstein Abstract Unternehmen können es sich heute kaum leisten, auf die Unterstützung von Informationstechnologie im Wertschöpfungsprozess zu verzichten. Immer mehr an Bedeutung gewinnt dabei die innerbetriebliche sowie die unternehmensübergreifende Zusammenführung von verschiedenen Informationstechnologien. Der Bedarf an der Integration heterogener Informationstechnologien ist daraus erkennbar. Viele Unternehmen verfügen über Geschäftsprozesse, welche ganz oder nur zum Teil in deren Enterprise Ressource Planning-System (ERP) abgebildet sind. Zusätzliche Anwendungen sind nötig, um die nicht vom ERP-System abgebildeten Geschäftsprozessteile durch Informationstechnologie zu unterstützen. Diese Teile eines Geschäftsprozesses, welche sich außerhalb der ERP Systemgrenzen befinden, können als Ganzes bezüglich des benötigten Integrationsaufwandes und der Komplexität derzeit nur schwer beurteilt werden. Die Komplexität der Integration steigt zudem, wenn mehrere Geschäftsprozesse gleichzeitig von einer zu integrierenden Anwendungen betroffen sind. In dieser Arbeit wird ein Prozess definiert, anhand dessen es möglich ist, über den Nutzwert die Integrationskomplexität zu bewerten. Der gesamte Geschäftsprozess, welcher teilweise noch nicht in dem ERP-System abgebildet ist, wird analysiert und zerlegt. Dazu ist es nötig eine Modellierungsart für Geschäftsprozesse zu bestimmen, welche die Analyse zulässt. In diesem Fall wurde die Business Process Modelling Language gewählt. Weiters beeinflussen das ERP-System selbst sowie subjektive Eindrücke das Integrationsvorhaben. Mit Hilfe von festgelegten Kriterien werden die Analyseergebnisse, die Gegebenheiten des ERP-Systems und die subjektiven Einflüsse im Zuge einer Nutzwertanalyse bewertet. Unterstützt durch die Analyse sowie den Diskussionen während des gesamten Bewertungsprozesses wird am Ende eine Priorisierung der Integrationsreihenfolge getroffen. Die Integration von Anwendungen in ein ERP-System spielt eine bedeutende Rolle, wenn es darum geht, einen Mehrwert durch Aufwandsreduktion zu generieren. Die komplette Integration der Anwendung ist dabei nicht immer nötig. Mit der Bewertungsmöglichkeit für Integrationsvorhaben, steht bereits im Vorfeld einer Integration eine Entscheidungshilfe zur Verfügung, die unter Einbeziehung der Geschäftsprozessanalyse eine Priorisierung des Integrationsvorhabens ermöglicht. Vollständige Arbeit: hanspeter_steinbacher_diplomarbeit.pdf |