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2007-05: Systemintegration mittels Collaboration- und Workflowmanagement über Unternehmensgrenzen hinweg

Semiramis Research and Service Unir (SeReS Unit)

Systemintegration mittels Collaboration- und Workflowmanagement über Unternehmensgrenzen hinweg
Autor: Manuel Stecher, Universität Innsbruck

Abstract:
Unternehmen  haben  in  den  letzten  30  Jahren  integrierte Geschäftsprozesse  geschaffen  und  damit Prozessketten beherrschbar gemacht. Dies wirkte sich wiederum positiv auf Kosten, Durchlaufzeiten, Qualität  etc.  aus.  Zurückzuführen  war  jenes  beispielsweise  auf  konsequentes  Business  Process
Reengineering  oder  etwa  einer  Automatisierung  der  Datenebene  mittels  EDI  (Electronic  Data Interchange). Daher  sind  Schlagwörter wie  Business Networking  kein  unbeschriebenes  Blatt mehr. Worin  besteht  also  der  Anlass,  das  Phänomen  der  Vernetzung  erneut  aufzurollen  respektive  zu
diskutieren? Dazu gibt es mehrere Gründe.

Die Globalisierung und der damit einhergehende härter werdende Wettbewerb  zwingt Unternehmen zur „Strategie der Wettbewerbsvorteile“. Vor allem in den letzten Jahren wurde vermehrt erkannt, dass die  Überlebensfähigkeit  für  Unternehmen  in  gesättigten  Märkten  ohne  vorhandene  Netzwerke
größtenteils nicht möglich ist. Somit ist der Zerfall beziehungsweise die Verschiebung von restriktiven Unternehmensgrenzen immer häufiger zu beobachten. Dabei wird und muss Prozesseffektivität und –effizienz  groß  geschrieben  werden,  indem  die  ursprüngliche  Wertschöpfungskette  durch  ein „Wertschöpfungsnetzwerk“ ersetzt wird, welches die Lieferanten der Lieferanten mit den Kunden der Kunden zu verbinden im Stande ist. 

Gerade  aus  diesem  Punkt  wird  eines  klar,  nämlich  dass  der  starre  Blick  auf  innerbetriebliche Vernetzung  nicht  der  Schlüssel  zum  Erfolg  sein  kann.  So müssen  zwischenbetriebliche Netzwerke Gegenstand  der  Diskussionen  bezüglich  strategischer  Stoßrichtungen  sein,  welche  eben  quer  zu
traditionellen Unternehmensgrenzen stehen. Daraus  lässt sich schließen, dass Business Networking zwar  nicht  das  einzige,  aber  sicherlich  das wichtigste Merkmal  im  Informationszeitalter  ist.  Es  geht nicht  nur  um  eine  rein  funktionale  Ausrichtung,  vielmehr  ist  die  Thematik  ein  neues  Paradigma, welches  auf  zwischenbetriebliche  Planung,  Management  und  Ausführung  aller  Geschäftsprozesse beruht.  Eine  zentrale  Fragestellung  bleibt  jedoch  nach  wie  vor  bestehen:  ist  die  integrierte Organisation  die  einzig  richtige Antwort  auf  die  aktuellen Herausforderungen  des Wettbewerbs  und wann stoßt man an seine Grenzen?

Im  Einzelfall  ergeben  sich  unverkennbar  sowohl  für  die  bindende  als  auch  für  die  gebundene Unternehmung  zugleich  erhebliche,  teils  sogar  neuartige  Anforderungen  an  deren  Managements. Darüber hinaus sind diese Anpassungen mit hohen Aufwendungen verbunden, die in Kauf genommen
werden, ohne dass die Organisation Überlegungen bezüglich dem strategischen Zweck. Deshalb soll diese  Arbeit  Aufschluss  bezüglich  der  genannten  Fragestellungen  geben  und  darüber  hinaus  im Stande sein, den gegenwärtig stattfindenden Hype rund um diverseste Systemintegrationen kritisch zu
hinterfragen.
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