Login >>

2009-01: Analyse der Schnittstellenproblematik in Banken-IT-Strukturen anhand des Fallbeispiels INPA


2009-01: Analyse der Schnittstellenproblematik in Banken-IT-Strukturen anhand des Fallbeispiels INPAR

Semiramis Research and Service Unit (SeReS Unit)


Analyse der Schnittstellenproblematik in Banken-IT-Strukturen anhand des Fallbeispiels INPAR

Autor: Dipl.-Ing. Mag. Paul Schindler

Abstract:

Aus historischer Sicht nehmen Banken bei der Verarbeitung großer Datenmengen in der IT-Welt eine Vorreiterrolle ein, wobei bereits in den 1960er Jahren Informatik zum Einsatz kam. Die im Back-Office verwendeten Alt-Applikationen (Legacy-Systeme) wurden in maschinennahen Sprachen wie COBOL oder Assembler implementiert, deren Grund-strukturen bis heute praktisch unverändert blieben. Immer neue Zusatzentwicklungen ließen die Komplexität der Systeme stark ansteigen. Durch dieses historische Wachstum sind die hoch integrierten Systeme sehr schlecht dokumentiert, schwer nachvollziehbar und aufwändig zu warten. Ebenso fehlen bis heute einheitliche Standards zur Datenübertragung.

Hohe Implementierungs- und steigende Wartungskosten der nicht-standardisierten Schnittstellen der Legacy-Systeme, sowie der proprietären Formate beim unternehmens-übergreifenden Datenaustausch stellen die Motivation dieser Arbeit dar, in der die Schnittstellenproblematik sowohl innerhalb der Banken-IT, als auch zu externen Partnern der Bank analysiert wird.

Zur Veranschaulichung der Problematik wird als Fallbeispiel das System INPAR der Firma First Data Austria GmbH vorgestellt. INPAR ist ein typischer Vertreter für bank-übergreifenden, automatisierten Datenaustausch mit Zugriffen auf Mainframe-Datenbanken. Es wird aufgezeigt, dass hier die Anwendung neuerer Technologien für den Datentransfer erhebliche Vorteile mit sich bringen würde.

Die Analyse hat zum Ergebnis, dass sich sowohl XML als Datenformat, als auch XML Schema als Metasprache im Bankensektor weiterhin durchsetzen werden. Dies trifft sowohl auf der Ebene der Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrssystems, als auch auf das Fallbeispiel zu. Weiters wurde ausgearbeitet, dass die Anwendung von Web Services auf Basis offener, internetbasierter Protokolle beim Fallbeispiel INPAR zu entsprechenden Vorteilen im Bezug auf Flexibilität und Erweiterbarkeit führen würde.

Zusammenfassend wird aufgezeigt, dass neue Technologien auf die Interprozess-kommunikation in hoch komplexen, historisch gewachsenen Systemen anwendbar sind, und entsprechende Vorteile nach sich ziehen.

Vollständige Arbeit: Dipl.-Ing. Mag. Paul Schindler.pdf

Zum Seitenanfang

 
©Semiramis Research and Service Unit
Powered by Contwise System. www.contwise.com General Solutions