Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Business Continuity Management
Potenziale und Herausforderungen am Beispiel der Wiederherstellungsphase
Die zunehmende Digitalisierung und Abhängigkeit von IT-Infrastrukturen stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen im Krisen- und Notfallmanagement. Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) insbesondere durch den Einsatz von Large Language Model-basierten Chatbots zur Optimierung von Prozessen im Business Continuity Management (BCM) beitragen kann, mit Fokus auf die Wiederherstellungsphase.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz konkret dazu beitragen kann, die Wiederherstellungsphase nach IT-Notfällen zu verbessern. Die Arbeit zeigt, dass KI-Technologien insbesondere KI gestützte Chatbots, BCM-Prozesse und Abläufe wie etwa die interne Kommunikation, die Informationsweitergabe und die Dokumentation deutlich effizienter gestalten können. Dadurch können betroffene Mitarbeiter*innen schneller informiert, Aufgaben zielgerichteter koordiniert und Entscheidungsprozesse gezielt unterstützt werden. Wichtig ist dabei, mit kleinen, klar abgegrenzten Use Cases zu starten und die Integration von KI schrittweise auszubauen.
Neben den Potenzialen wurden auch zentrale Herausforderungen erkennbar. Dazu zählen mangelnde Datenqualität, fehlende Nachvollziehbarkeit von KI-Entscheidungen („Black Box“-Problematik), hohe Anforderungen an technologische Infrastruktur sowie organisatorische und ethische Fragestellungen bei der Integration in bestehenden BCM-Prozessen.
Die Erkenntnisse der Arbeit unterstreichen, dass KI das BCM, primär in der Wiederherstellungsphase, signifikant unterstützen kann, vorausgesetzt, technologische und organisatorische Rahmenbedingungen werden frühzeitig berücksichtigt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Impulse für Unternehmen, die BCM-Prozesse mit innovativen Technologien zukunftssicher gestalten möchten.

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